Mit unserer Ladungssicherungsschulung qualifizieren Sie Ihre Mitarbeitenden für den sicheren und rechtskonformen Umgang mit Ladung, Fahrzeugen und Sicherungsmitteln.
Beim Transport wirken starke Kräfte auf Fahrzeug und Ladung. Bremsen, Kurvenfahrten oder Ausweichmanöver können dafür sorgen, dass sich Ladung verschiebt, kippt oder vom Fahrzeug fällt.
In folgenden Situationen kann es zu einer ungewollten Bewegung der Ladung kommen:
beim starken Bremsen (Vollbremsung)
bei ruckartigem Beschleunigen
bei schlechter, unebener Fahrbahn
beim Auffahren vom Feld auf die Straße
In Kurven & beim schnellen Abbiegen
beim Ausweichen z. B. an Fahrbahnverengungen
An Verantwortliche, Lagerleitungen, Lagerfachkräfte, Versandmitarbeitende sowie Fahrerinnen und Fahrer, die an der Planung, Organisation oder Durchführung von Be- und Entladevorgängen beteiligt sind.
Die Halterin bzw. der Halter von Transportfahrzeugen (Unternehmer) muss:
geeignete Fahrzeuge sowie Hilfsmittel für die Ladungs-sicherung zur Verfügung stellen (z. B. Zurrpunkte, Zurrmittel, Abdeckplanen, Netze),
seine Fahrerinnen und Fahrer schulen und gegebenenfalls überprüfen,
die Unfallverhütungsvorschriften einhalten,
für die Betriebs- und Verkehrssicherheit sorgen.
Paragraphen, die man kennen muss
§ 22, Abs. 1 Straßenverkehrsordnung (StVO) Ladung
§ 23 Abs. 1 u. 2 StVO Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers
§ 32 StVO Verkehrshindernisse
§ 30 Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) Beschaffenheit der Fahrzeuge
§ 31 StVZO Verantwortung für den Betrieb der Fahrzeuge
§ 19 ADR (europäisches Übereinkommen zum Transport von Gefahrgut)/GGVSEB (Gefahrgutverordnung) Pflichten des Beförderers im Straßenverkehr
§ 222 Strafgesetzbuch (StGB) Fahrlässige Tötung
§ 229 StGB Fahrlässige Körperverletzung
§ 315 b StGB Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (z. B. Ladung verlieren)
§ 324 StGB Gewässerverunreinigung
§ 324 a StGB Bodenverunreinigung
§ 823 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) Schadensersatzpflicht
§ 412 Handelsgesetzbuch (HGB)Ver- und Entladen
Der Verlader ist zur Ladungssicherung verpflichtet. Grundsätzlich sind Verlader und Fahrer für die Ladungssicherung gemäß § 22 StVO verantwortlich und haftbar.
Die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung richten sich zunächst einmal an die Fahrerin bzw. den Fahrer (Fahrzeugführende).
Das ist zu beachten:
Einhaltung von zulässigen Abmessungen, Lastverteilung, Gesamtgewicht und Achslasten
Ladung sichern bzw. Ladungssicherung vor Beginn der Fahrt kontrollieren
Kontrollen der Ladungssicherung während des Transportes (gegebenenfalls Nachspannen der Zurrmittel)
Generell gilt: Während der Fahrt muss die Fahrerin bzw. der Fahrer sein Fahrverhalten der Ladung und den Straßenverhältnissen anpassen.
Formschluss ist erreicht, wenn die Ladung an allen Seiten fest mit dem Fahrzeug oder den Zurrpunkten auf der Ladefläche verbunden ist.Außer durch Zurrmittel kann dies auch durch formschlüssig wirkende Spannelemente in Verbindung mit ausreichend dimensionierten Bordwänden erreicht werden.
Direktzurren ist eine Möglichkeit, die Ladung formschlüssig zu sichern. Voraussetzung: Das Fahrzeug muss über geeignete Zurrpunkte verfügen. Von diesen aus werden Ladung und Fahrzeug durch Zurrmittel fest miteinander verbunden. Die häufigsten Arten des Direktzurrens sind das Schräg- und Diagonalzurren.


Von kraftschlüssiger Ladungssicherung spricht man dann, wenn die Ladung so fest auf die Ladefläche gepresst wird, dass sie deshalb nicht wegrutschen kann (durch die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche).

ACHTUNG
Das Niederzurren ist nur bei leichten Ladegütern und hohen Reibwerten sinnvoll.
In der Praxis können form- mit kraftschlüssige Ladungssicherungsverfahren auch kombiniert auftreten, z. B. wenn Strohballen mit Zurrgurten überspannt werden. Denn die Gurte umspannen die Stroh- und Heuballen nicht nur glatt, so wie es für das Niederzurren typisch ist, sondern arbeiten sich in das Material hinein.
Beim Fahrzeugkauf beachten
Beim Kauf eines Fahrzeuges ist es wichtig, den zukünftigen Einsatzzweck zu berücksichtigen. Entsprechende Anforderungen, wie die Anzahl der Zurrpunkte, Auslegung der Bordwände, sollten in den Vertrag aufgenommen werden.
Rechtliche Grundlagen und Unfallverhütungsvorschriften (z. B. DGUV Vorschriften und Regeln)
Aufgaben, Pflichten und Verantwortung der Beteiligten bei der Ladungssicherung
Physikalische Grundlagen (Kräfte, Gewicht, Beschleunigung und Bremsvorgänge)
Arten und Methoden der Ladungssicherung
Auswahl und richtige Anwendung von Zurrmitteln und Hilfsmitteln
Aufbau, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Sicherungsmitteln
Ermittlung der erforderlichen Sicherungskräfte
Erkennen von Fehlern und Mängeln an Ladungssicherungen
Häufige Unfallursachen und Maßnahmen zur Unfallvermeidung
Kontrolle und Dokumentation der Ladungssicherung
Und vieles mehr
Beurteilung von Ladungen und Transportbedingungen
Auswahl geeigneter Sicherungsmittel
Richtiges Anbringen und Spannen von Zurrmitteln
Praktische Übungen zu verschiedenen Sicherungsmethoden
Kontrolle der Ladung vor Transportbeginn
Erkennen und Beseitigen von Sicherungsmängeln
Anwendung der Ladungssicherung unter betrieblichen Bedingungen
Und vieles mehr
Im theoretischen Unterricht lernen die Teilnehmer die Grundlagen des sicheren Umgangs mit der Hubarbeitsbühne. Dazu gehören unter anderem:
Rechtliche Grundlagen und Unfallverhütungsvorschriften (z. B. DGUV Vorschriften und Regeln)
Aufgaben, Pflichten und Verantwortung des Bedieners von Hubarbeitsbühnen
Aufbau, Funktion und Bauarten von Hubarbeitsbühnen
Bedienungseinrichtungen und Sicherheitseinrichtungen
Gefahren beim Einsatz von Hubarbeitsbühnen und Maßnahmen zur Unfallvermeidung
Prüfung der Hubarbeitsbühne vor Arbeitsbeginn (Sicht- und Funktionskontrolle)
Standsicherheit, Tragfähigkeit und bestimmungsgemäße Verwendung
Persönliche Schutzausrüstung und Absturzsicherung
Erkennen von Schäden, Mängeln und Verschleiß an der Arbeitsbühne
Verhalten bei Störungen, Notfällen und Rettungssituationen
Und vieles mehr
Im praktischen Teil wird der sichere Umgang mit der Hubarbeitsbühne trainiert. Die Teilnehmer üben unter anderem:
Einweisung in die jeweilige Hubarbeitsbühne
Durchführung der täglichen Kontrollen vor Arbeitsbeginn
Richtiges Aufstellen, Inbetriebnehmen und Bedienen der Hubarbeitsbühne
Sicheres Verfahren, Heben und Positionieren der Arbeitsbühne
Praktische Übungen zur Steuerung und Bedienung unter betrieblichen Bedingungen
Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung und Absturzsicherung
Verhalten bei besonderen Einsatzbedingungen und Gefahrensituationen
Erkennen und Vermeiden von Risiken beim praktischen Betrieb
Und vieles mehr
Nach erfolgreicher Teilnahme erhält der Teilnehmer einen Schulungsnachweis für Ladungssicherung
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